|
future! lehnt beantragte Schließung des Kinder- und Jugendhauses Werder ab |
|
|
|
Dienstag, 08 Juni 2010 |
|
Auf der Stadtratssitzung vom 27. Mai 2010 wurde ein gemeinsamer Antrag von CDU/SPD zu Schließung und Veräußerung des Kinder- und Jugendhauses Werder zur weiteren Beratung in die Ausschüsse verwiesen. Bereits am 10. Juni 2010 - also ungewöhnlich schnell - steht dieser Antrag bereits im Jugendhilfeausschuss zum Beschluss auf der Tagesordnung. Warum die übliche Verfahrensweise - erst eine Stellungnahme der Verwaltung abzuwarten und dann mit der Beratung zu beginnen - bei diesem Antrag nicht eingehalten wird, bleibt unklar. future! - Die junge Alternative lehnt die beantragte Schließung - die bereits zum 30. Juni 2010 erfolgen soll - ganz klar ab. Es ist nicht einzusehen, warum ohne erkennbaren aktuellen Anlass die einzige nicht-konfessionelle Jugendeinrichtung in den Einzugsgebieten Altstadt und Ostelbien, in einer „Hau-Ruck-Aktion“ geschlossen werden soll. „Sowohl die Arbeit der städtischen Mitarbeiter als auch die des ebenfalls im Haus angesiedelten Vereins Familienhaus Magdeburg genießt unsere volle Unterstützung und stellt ein außerordentlich wichtiges Angebot insbesondere für junge Erwachsene und junge Familien in Altstadt, Brückfeld, Cracau und auf dem Werder dar. Das Kinder- und Jugendhaus ist darüber hinaus eine „grüne Oase“ mitten in der Stadt und wird außerordentlich gut angenommen. Die Forderung nach einer Schließung, ohne vorher überhaupt mit dem Freien Träger geredet zu haben oder sich über Ersatzangebote und -standorte verständigt zu haben ist für uns unverständlich und - auch vor dem Hintergrund des seit Jahren bekannten schlechten Bauzustand des Gebäudes nicht nachvollziehbar.“, sagt der bildungs- und jugendpolitische Sprecher von future!, Michael Stage.
future! fordert die Einbringer des Antrages auf, diesen umgehend zurückzuziehen und zuallererst das Gespräch mit den Beteiligten - den Mitarbeitern und Besuchern des Kinderund Jugendhauses Werder - zu suchen. Die Stadträte und sachkundigen Einwohner von future! werden diesen Antrag ansonsten sowohl in den Ausschüssen als auch bei seiner Beschlussfassung im Stadtrat ablehnen, um ein deutliches „Ja“ zum Standort Werder und der dort geleisteten Arbeit auszusprechen.
|