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Wenn die Gruson Gewächshäuser teuer saniert werden, dann muss auch ein Zielkonzept dahinter stehen. Das war die Intention des Änderungsantrages, der von SPD , CDU und BfM abgelehnt wurde. Das bloße Sanieren des heruntergewirtschafteten, vernachlässigten und schlecht vermarkteten Erbes und einstigen Juwels reicht heutigen und zukünftigen Anforderungen nicht.
Wenn es nach der Stadtverwaltung geht, waren die Gewächshäuser jahrelang anspruchslose Kakteen: Kaum Pflege, kaum Vermarktung, keine große Bedeutung. Dass dem nicht so ist, zeigen die jüngsten erfolgreichen Aktivitäten des im letzten Jahr gegründeten Fördervereins (in dem auch wir aktiv tätig sind), dem durch zahlreiche Veranstaltungen die Wiederauferstehung der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu verdanken ist.
Als Ort der Erinnerung, der Bildung und als Nachlass Grusons werden sie wieder als ein Juwel mit großem Potential angesehen. future! steht ganz bewusst zu solchen Orten in der Landeshauptstadt und begrüßt die Entscheidung des Oberbürgermeisters, die Häuser aus Mitteln des Konjunkturpaketes zu sanieren. Kritisch sehen wir jedoch die Tatsache, dass sich nur auf die Grundsanierung beschränkt wird und das vom Zoo entwickelte visionäre Entwicklungskonzept mit modularer Schritt-für-Schritt-Umsetzung hin zu einem attraktiven touristischen Ausflugsziel mit Artenschutzzentrum (viele Pflanzen und wenige Tiere) vom Oberbürgermeister als "unrealistisch" abgetan wurde. Der von uns initiierte interfraktionelle Änderungsantrag fand leider nicht den Mut der Mehrheit des Stadtrates. Dies ist deshalb bedauerlich, weil Potentiale verschenkt und das Beschreiten zukunfts- und vermarktungsfähiger Wege nun ungleich schwerer wird.
___ ___ ___ Interfraktioneller Antrag DS0017/09/1 .: Grundsatzbeschluss zum weiteren Verfahren der Sanierung der Gruson-Gewächshäuser Abstimmungsergebnis: .: Stadtratssitzung vom 30.04.2009: abgelehnt |