- 8.1 Naturbelassene Lebensmittel & Auszeichnungspflicht
Ernährung ist ein facettenreiches Thema. Sie dient der Nahrungszufuhr, beeinflusst die Gesundheit und auch die Umwelt und beschäftigt eine große Erzeuger-Industrie. „future! - Die junge Alternative“ spricht sich für gesunde, naturbelassene Lebensmittel und einen maßvollen, ökologischen Umgang mit Ressourcen zu deren Erzeugung aus. Den Konsumenten müssen klare Hinweise zur Ernährungsqualität gegeben werden. Das betrifft auch die nachvollziehbare und vollständige Auszeichnungspflicht für alle Inhaltsstoffe von Lebensmitteln. Wir fordern die Kennzeichnung aller nicht ernährungsrelevanter Lebensmittel, solcher mit erhöhten Anteilen an Fett und Zucker, sowie entsprechende Werbebeschränkungen. Gesunde Ernährung muss schon in Kitas und Schulen als Wert vermittelt und auch praktiziert werden. Wir stehen für ökologischen Landbau und insgesamt eine schonende Naturnutzung. Grundnahrungsmittel sollen von lokalen Erzeugern bezogen werden. Wir stehen auch für die stärkere Nutzung von Mehrwegsystemen, sowie materialsparende, recyclebare Verpackungen. - 8.2 Tierschutz ernstnehmen!
„future! - Die junge Alternative“ steht für die strikte Einhaltung und den Ausbau des Schutzes von Lebewesen, dem Tierschutz. Darunter fällt auch der Schutz von Nutztieren. Wir sprechen uns gegen Massentierhaltung und Tiertransporte und für eine erzeugernahe Schlachtung aus. In internationalen Gewässern treten wir für den Artenschutz und gegen Überfischung ein. Mit der aktuellen Gesetzgebung ist einer flächendeckenden, unkontrollierbaren Verbreitung von gentechnisch veränderten Organismen durch die Landwirtschaft Tür und Tor geöffnet. „future! - Die junge Alternative“ spricht sich grundsätzlich gegen Gentechnik aus. Genveränderte Produkte dürfen im Inland weder erzeugt, verkauft, noch im- oder exportiert werden. In der Landwirtschaft dürfen keine gentechnisch veränderten Pflanzen verwendet werden. Gleichwohl erkennen wir den gelegentlich erheblichen Nutzen der nichtindustriellen, medizinischen Forschung, fordern diese aber unter staatlicher Aufsicht. Patente auf Lebewesen müssen verboten werden. - 8.4 Drogenpolitik modernisieren: Aufklären statt Verherrlichen & Illegalisieren
Die derzeitige Drogenpolitik zeichnet sich durch Absurdität aus. Während einerseits Alkohol und Tabakprodukte teils verherrlichend in der Öffentlichkeit beworben werden, werden Cannabisprodukte noch immer illegalisiert. „future! - Die junge Alternative“ ruft dazu auf, die derzeitige Politik kritisch zu überdenken und fordert als ersten Schritt eine legale Abgabe von Cannabisprodukten aus medizinischen Gründen. Insbesondere der Alkoholkonsum muss stärker als Problem erkannt werden. Alkoholausschank und -verkauf darf grundsätzlich erst ab 18 Jahren zugelassen werden und keinesfalls an erkennbar alkoholisierte Personen erfolgen. Ein generelles Werbeverbot für jede Art von Drogen - also auch Zigaretten und Alkohol - ist der einzige Weg gegen deren Verherrlichung durch die Werbeindustrie. Die Einnahmen aus der höheren Besteuerung der „legalen Drogen“ ermöglichen die Finanzierung eines bundesweiten Netzes von Drogenberatungsstellen. „future! - Die junge Alternative“ unterstützt ausdrücklich öffentliche Rauchverbote.
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