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Unfähigkeit der Stadionvermarktung schon lange angemahnt - Bedenken zum neuen Geschäftsführer Drucken E-Mail
Dienstag, 17 Februar 2009
Stadion Magdeburg Michael Stage, Fraktionsvorsitzender der Magdeburger Stadtratsfraktion von future! - Die junge Alternative, äußert sich zur Situation der Betreibergesellschaft des Stadion Magdeburg.
 
Die Unfähigkeit derer, die für die Vermarktung des Stadions zuständig sind, lässt sich nicht länger verschleiern. In über zwei Jahren hat man außer Stadionbesichtigungen und einer Abifeier der Tochter unseres Kulturbeigeordneten keine einzige Drittveranstaltung auf die Beine gestellt bekommen. Ausreden, wie "Der Rasen könnte Schaden nehmen!" oder "Das Einzugsgebiet ist nicht interessant genug" dürfen nicht gelten, schließlich hat man vorher gewusst, worauf man sich einlässt. Und zahlreiche andere Stadionbetreiber zeigen, wie es funktioniert. Ein Armutszeugnis, dass schon längst zu Konsequenzen hätte führen müssen!
 
Die jetzt geplanten personellen und strukturellen Veränderungen sind daher absolut zu unterstützen. Allerdings bezweifle ich stark, dass mit der Neubesetzung der Geschäftsführung durch einen bereits zweifachen Geschäftsführer von städtischen Gesellschaften eine Verbesserung der Situation eintritt.
 
Statt nach Personen mit erfolgreichen Erfahrungen, Kompetenzen und Kontakten im Veranstaltungsmarketing zu suchen, wird fernab jeglicher Diskussion im Stadtrat ein Allround-Notfall-Geschäftsführer eingesetzt, der nach der Privatisierung des bislang verlustreichen Magdeburger Flugplatzes zum 1.1.2009 zum reinen Immobilienverwalter verkommen ist. Ein Schelm, wer dahinter eine weitere kumpelhafte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für einen Alteingesessenen vermutet.
 
Bereits vor über einem Jahr, als die ersten Diskussionen zur mangelnden Vermarktung des Stadions aufkamen, wurde durch unsere Fraktion eine aussagekräftige Übersicht aller bisherigen Akquisebemühungen der Gesellschaft für Drittveranstaltungen (Konzerte, Tagungen etc.) vom Oberbürgermeister und der Stadiongesellschaft eingefordert. Diese sollte dem Stadtrat einen qualitativen und quantitativen Überblick über die Arbeit derer verschaffen, die sich die ganze Zeit auf den finanziellen Unterstützungen der Stadt ausruhen.
 
Doch bis heute liegt uns trotz mehrfacher Aufforderung eine solche Übersicht, die Arbeitsgrundlage für ein jedes Marketingunternehmen ist, nicht vor! Darum muss man darüber spekulieren, ob sich die Verantwortlichen nicht lieber im eigenen VIP-Bereich aufgehalten, als tatsächlich gearbeitet haben. Ansonsten lässt sich eine solche Scheu vor einer Offenbarung nicht erklären.
 
Die Bürger erwarten, dass die Stadtpolitik sorgsam mit den Steuergeldern umgeht und (personelle) Entscheidungen auf Basis von Fakten, Datenmaterial und Abwägungen nach Diskussionen trifft. Beim Thema Stadion konnte man in der Vergangenheit kein einziges Mal auf solche Daten zurückgreifen. Man müsse gefilterten Zahlen und allgemeinen Informationen vertrauen.
 
Eine Praxis, die wir als Fraktion auch weiterhin nicht hinnehmen und öffentlich kritisieren werden!
 
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