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3. Energiewende jetzt! Drucken

  • 3.1 Zukunftsfähiges Handeln statt rein gegenwartsorientierte Politik

Schneller und heftiger als je zuvor greift der Mensch in die Abläufe der Natur ein, stört oder unterbricht sie und gefährdet sowohl die eigene, als auch die Lebensgrundlage nachkommender Generationen. Dieser Umstand ist weltweit unumstritten. Insbesondere den Wachstumsgesellschaften kommt damit eine herausragende Rolle im globalen Umweltschutz zu. Doch auch auf der lokalen und regionalen Ebene müssen Wachstumsgesellschaften Vorreiter ethischen Handelns beim Umweltschutz sein: Ansprüche, Standards und Techniken entwickeln, um die Umwelt in ihrer Vielfalt zu schützen und zu bewahren. Umweltschutz ist auch eine alltägliche Bewusstseinsfrage. Der Staat darf nicht aufhören, alltäglich darauf hinzuweisen, selbst entsprechend zu handeln und die natürliche Umwelt als höchstes Schutzgut anzusehen.

  • 3.2 Umweltschutz ins Grundgesetz

Wir streben eine fortschrittliche, umweltbewusste Gesellschaft mit weltweitem Vorbildcharakter an. Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen hat eine "Erklärung der Rechte nachrückender Generationen" ausgearbeitet. Sie soll anstelle des bisherigen Artikels 20a in das Grundgesetz vom Gesetzgeber eingefügt werden. „future! - Die junge Alternative“ unterstützt dieses Anliegen, damit "gegenwartsorientierte" Politik durch "zukunftsfähiges" Handeln ersetzt wird. Umweltschutz endet nicht an der Staatsgrenze. Deshalb ist es notwendig, über Ländergrenzen hinweg Vereinbarungen zu treffen, damit Staaten weltweit gemeinsam ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten.

  • 3.3 regenerativ & dezentral

future! spricht sich für den grundsätzlichen Einsatz von regenerativen Energien aus. Die Forschung auf diesem Gebiet muss stärker gefördert werden und zielt dann auch auf den Wissens- und Produktionsstandort Deutschland. Wir streben dezentrale Netzstrukturen der Energieverteilsysteme an. Dazu soll in erster Linie eine ökologische Abwägung ausschlaggebend für den Einsatz der jeweiligen Technologie sein. Der Atomausstieg muss vorangetrieben werden. Häufungen von kleineren oder größeren Störfällen müssen zur vorzeitigen Abschaltung der betroffenen Kraftwerke führen. Weltweit soll sich die Bundesregierung gegen Atomenergie aussprechen und dies unablässig fordern und forcieren. Gleiches gilt für den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brenn- und Antriebsstoffe. Desweiteren tritt future! für eine Re-Verstaatlichung des Stromnetzes ein. Um den Energiebedarf zu reduzieren müssen auch staatliche Eingriffe möglich sein. Insbesondere nach jahrzehntelangen Versäumnissen von Immobilieneigentümern muss der Staat rechtssichere Energieeinsparungen fordern können. Auf dem Bausektor soll ein Umweltbilanzverfahren für Baustoffe und die Bauerstellung eingeführt werden, das auch den Rückbau berücksichtigt. Dieses Gesetz soll durch kontinuierlich fortgeschriebene Verordnungen ökologische Bauweisen fordern.

  • 3.4 Ökosteuer für mehr Lebensqualität

Die Ökosteuer muss ein Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens bilden. Jedem muss klar werden, dass der Verbrauch von Energie und Rohstoffen auch seinen Preis hat. Aber jeder soll auch sehen, dass mit diesem Geld etwas für seine eigene Lebensqualität entsteht. Deshalb ist die Ökosteuer zweckgebunden zu verwenden. So werden z.B. die Einnahmen aus der Mineralölsteuer im Mobilitätssektor verbleiben oder im Umweltbereich zur Beseitigung von Schäden eingesetzt. Einnahmen aus dem Bereich der Energienutzung sollen zur Förderung regenerativer Energiearten und zur Entlastung des Faktors Arbeit aufgewendet werden.

 
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