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Reaktion zum Leserbrief "In einigen Schulen bleiben Heizungen auch bei Hitze an" |
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Freitag, 16 Mai 2008 |
Reaktion auf den Volksstimme-Leserbrief von Frau Gudrun Pilz vom 10. Mai 2008 „In einigen Schulen bleiben Heizungen auch bei Hitze an“
Fraktionsvorsitzender Michael Stage: Einsparpotential noch lange nicht erreicht, Verwaltung ist gefordert!
Der Leserbrief von Frau Pilz hat nur ein Beispiel dafür aufgezeigt, welches Einsparpotential bei den Betriebskosten es noch an Magdeburger Schulen gibt. Auf andere öffentliche Gebäude trifft dieses mit Sicherheit ebenso zu. Eine im Dezember 2007 dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegte Drucksache, in der die Stadt knapp 1,8 Millionen Euro an außerplanmäßigen (!) Ausgabemitteln zur Bezahlung der Betriebskosten der Schulen für das Jahr 2007 bereitstellen muss, zeigt die dringende Notwendigkeit von neuen Ideen zur Kosteneinsparung an Schulen. Insgesamt sind in diesem Bereich jährlich über 9 Millionen Euro kalkuliert. Da erscheinen die durch das fifty/fifty Projekt in 10 Jahren eingesparten Haushaltsmittel in Höhe von 140.000 Euro doch wie der berühmte Tropfen... Das Energiesparprojekt stellt daher eine vorbildliche Form der alltagstauglichen Wissensvermittlung dar, in der Schüler den sorgsamen Umgang mit knappen Ressourcen, die zudem die Umwelt schädigen, nachvollziehbar und zu Gunsten der eigenen Schule erlernen. Als Maßnahme zur Kostenreduzierung mit Beitrag zur Sanierung des städtischen Haushaltes ist es jedoch nur im Zusammenhang mit weiteren Bausteinen eines gesamten Konzeptes zu betrachten. Doch dieses fehlt in unserer Stadt gänzlich.
Aus diesem Grund hat unsere Fraktion im Dezember 2007 einen Antrag erarbeitet, der nach seiner Diskussion in den Ausschüssen im kommenden Monat Bestandteil der Stadtratssitzung sein wird. In diesem fordern wir die Verwaltung auf, Vorschläge zur weiteren Reduzierung der Ausgaben für Verbrauchskosten an schulischen Einrichtungen zu prüfen. Neben der Ausweitung des fifty/fifty Projektes an allen Schulen sind auch Gedanken der Gebäudemodernisierung zur energetischen Optimierung von Gebäudehülle, Dach, Fenstern und Fassade mit einzubeziehen. Weitere Umweltprojekte, in Eigeninitiative der Schulen in Kooperation mit freien Trägern, sowie die Überprüfung der Schulbeleuchtung außerhalb der Schulöffnungszeiten und die Regulierung der Heizungen sind ebenso umzusetzen. Auch muss die Errichtung und Nutzung von schuleigenen Solaranlagen endlich ein ernsthafter Gedanke bei der Sanierung von Schulen spielen, auch wenn kurzfristig Mehrausgaben zu verzeichnen sind, rentiert sich solch eine Anlage bereits nach wenigen Jahren. Nicht nur der Klimawandel, sondern vor allem die steigenden Kosten im Stadthaushalt, müssen für unsere Stadt, die sich „Modellstadt erneuerbare Energien“ nennt, Anlässe sein, über Möglichkeiten von Einsparungen in dem Bereich der Verbrauchskosten intensiv nachzudenken und diese zu realisieren. Weiteren Ideen z.B. von Schulen oder aus der Bevölkerung stehen wir offen gegenüber und werden sie an die Verwaltung weiterleiten!
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