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Mit Datum vom 05.04.2006 stellte die Stadtratsfraktion future! - die jugendpartei gemeinsam mit allen anderen Fraktionen den Antrag A0070/06 an den Stadtrat, um für den Erhalt des Bischofs- und Kirchensitzes Magdeburg zu plädieren.
Ergebnis: 06.04.2006 - Stadtrat: beschlossen
Der Stadtrat möge beschließen: Der Stadtrat unterstützt die Maßnahmen des Oberbürgermeisters zum Erhalt des Bischofssitzes und des Kirchenamtes der Förderation evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland und ihrer Teilkirchen in Magdeburg. Der Stadtrat beauftragt den Oberbürgermeister, intensiv den Dialog mit dem Bischof, mit der Leitung des Landeskirchenamtes und zusätzlich mit der Landesregierung zu suchen und alle Anstrengungen zu unternehmen, dort ein Bewusstsein für die Problemlage zu schaffen. Begründung: Bis zum Jahre 2009 werden die Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen und die Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen zusammengeschlossen. Wie der Presse zu entnehmen war, gibt es in diesem Zusammenhang Überlegungen über einen ersatzlosen Wegfall des Bischofssitzes und des Landeskirchenamtes in Magdeburg. Die Auflösung dieser Struktur würde für die Stadt Magdeburg einen erheblichen Verlust bedeuten, da die Kirche neben der Landesregierung, einigen Bundesbehörden und zahlreichen Verbänden nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber ist, sondern auch die Kultur und das Leben in der Stadt prägt. So ist die evangelische Kirche eng mit dem Dom als Wahrzeichen der Stadt, das darüber hinaus die über 1000jährige Tradition Magdeburgs als Bischofssitz symbolisiert, verknüpft. Des weiteren ist zu fragen, wie die mit großem finanziellen Aufwand sanierten kirchlichen Verwaltungsgebäude genutzt werden sollen und wie es zu rechtfertigen ist, bei der schwierigen Lage der öffentlichen Haushalte an anderen Standorten eine neue Infrastruktur zu schaffen, die in Magdeburg in sehr gutem Zustand bereits vorhanden ist. Vor diesem Hintergrund sollte die Entscheidung über den zukünftigen Sitz des Bischofs und des Landeskirchenamtes geprüft und die Vorteile des Standortes Magdeburg einbezogen werden. Daher ist es wichtig, dass der Oberbürgermeister mit voller Unterstützung des Stadtrates die Problematik an die Entscheidungsträger heranträgt. |