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Hier gibt es Pressemitteilungen der Stadtratsfraktion und Zeitungsartikel, die über die Fraktion und ihre Arbeit erschienen sind.


Presseinformation zum Abriss des Blauen Bocks auf Kosten der Steuerzahler Drucken E-Mail
Mittwoch, 07 Mai 2008
Michael Stage, Fraktionsvorsitzender der Stadtratsfraktion future!- die jugendpartei, äußert sich zur Diskussion um den Abriss des Blauen Bocks auf Kosten der Steuerzahler

Es ist unumstritten, dass der Bereich des Blauen Bocks, der von den Magdeburgern seit einigen Jahren liebevoll als Schandfleck bezeichnet wird, dringend einer neuen Entwicklung bedarf. Man muss sich aber ebenso ins Bewusstsein rufen, dass diese Fläche eine der letzten Möglichkeiten darstellt, stadtgestalterisch auf die Atmosphäre im Herzen unserer Stadt Einfluss zu nehmen. Mit der Förderzusage der Stadt, einen Abriss bei gleichzeitiger Neubebauung mitzufinanzieren, erhalten wir uns das Recht, ein Wort bei der
Neubebauung mitreden zu dürfen. Die nun aufgekommene Forderung der CDU und ihres Baubeigeordneten, auf genau diese Auflage zu verzichten, ist in Hinblick auf die vergangenen städtebaulichen (Fehl-)Entscheidungen dieser nicht überraschend. Ein bloßer
Abriss des Gebäudes auf Kosten der Steuerzahler würde lediglich dafür sorgen, dass ein blauer Schandfleck einem modernen braunen Schandfleck Platz machen würde. Der hässliche Marietta-Bar-Block ist bestes Beispiel hierfür.

Auch wenn sich freigeräumte Grundstücke besser vermarkten lassen, sollten wir als Stadt die Qualität dieses Innenstadtbereiches begreifen und nicht jeden beliebigen Investor hinterherwerfen, sondern endlich anfangen, Einfluss auf die Gestaltung zu nehmen. Unsere Ratsfraktion wird daher in der Junisitzung des Stadtrates einen Antrag einbringen, der die Notwendigkeit eines Wettbewerbs zur Fassadengestaltung an diesem Standort festschreibt.

Lieber schauen wir noch 2-3 weitere Jahren auf den Blauen Bock, als in einem Jahr kopfschüttelnd vor einem Gebäude zu stehen, was wir noch Jahrzehnte lang ertragen müssen. Diese Einstellung würden wir uns übrigens auch von der IG Innenstadt wünschen!
 
Presseinformation zum Alkoholverbot auf dem Hassel Drucken E-Mail
Montag, 31 März 2008

Oliver Schilling, sachkundiger Einwohner der Stadtratsfraktion future! - die jugendpartei, äußert sich zum "Erfolg" des Alkoholverbotes am Hasselbachplatz:


Die kürzlich erfolgte Auswertung des Alkoholverbotes am Hasselbachplatz  spricht von einem Erfolg: Das Verbot habe sich bewährt. Bewährt für wen?

Für die ansässigen Gastronomen, die erste Bestrebungen zeigen, das Verbot auf weite Teile der Innenstadt auszudehnen?
Bewährt für die Anwohner, die nur noch durch die Folgen des kommerzialisiert-genehmigten Massenrauschs der Hassel-Nightline ausbaden müssen?

Das Argument der Senkung von Straftaten um schlappe 18% ist kein sehr Tragfähiges, verlässliche Zahlen und eine fundierte Auswertung der Maßnahme Alkoholverbot am Hassel stehen noch aus.
Und auch wenn bisher keine Verdrängung der „Straßenkriminalität“ Biertrinken in der Öffentlichkeit in andere Bereiche festzustellen ist, so bleibt die Frage danach, was nur mit all den Jugendlichen geschehen ist, die zuvor den Hasselbachplatz bevölkerten: Haben sie das Trinken aufgegeben? Bleiben sie zu Hause und pauken Französischvokabeln?

Man weiß es nicht, aber man möchte es auch gar nicht wissen: Aus den Augen sind sie, und somit auch aus dem Sinn. Die Ursachen des Problems übermäßig alkoholkonsumierender Jugendlicher mit gesteigertem Gewaltpotential lassen sich nicht mit eindimensionalen Lösungen beseitigen.
Es gilt, ein langfristiges und tiefgreifendes Konzept zum Umgang mit Jugendlichen und ihren Bedürfnissen auf die Beine zu stellen.

 
Cragg: FDP und future! fordern gemeinsame Standortklärung Drucken E-Mail
Freitag, 21 März 2008

Mit seiner Entschuldigung hat Tobias Wellemeyer ein notwendiges Zeichen gesetzt. Unabhängig von der anstehenden Stadtrats-Sondersitzung muss nun schleunigst die Diskussion zur Standortfrage weitergeführt werden.

Zunächst aber gilt es, den erreichten Konsens noch einmal festzuhalten:
Eine Mehrheit des Stadtrats will das Werk von Tony Cragg in Magdeburg realisieren! Allein der Standort ist umstritten – zu Recht, denn das Kunstwerk kommt auf dem vorgesehenen Platz nicht angemessen zur Geltung.

Wir halten es im Sinne einer konstruktiven Lösung für wenig sinnvoll, wenn weiterhin stur an einem problematischen Standort festgehalten wird. Wir brauchen alternative Lösungsideen, die uns aus der Sackgasse herausführen und uns einen guten Standort für Tony Cragg aufzeigen.

Wenn wir das Kunstwerk für Magdeburg gewinnen wollen, sollten die Verantwortlichen daran gehen, sich auf einen alternativen Aufstellungsort für die `points of view´ zu einigen und diesen von Fachleuten auf seine Eignung prüfen zu lassen.

Die Fraktionen von future! - die jugendpartei und der FDP schlagen weiterhin als eine mögliche Alternative die Aufstellung im unmittelbarem Umkreis des Theaters vor, etwa in der Flucht des Breiten Weges – mit Sichtachse zum Dom. Aber auch andere Plätze könnten in Frage kommen, die dann natürlich ernsthaft auf die Realisierung geprüft werden müssen.

Wir appellieren an alle Freunde von Tony Cragg, sich der jetzt dringend notwendigen Diskussion um geeignete Standorte mit Offenheit und Kreativität anzuschließen und im Interesse der Kunst und der Stadt Magdeburg eigene Ideen und Vorschläge einzubringen.

Sabine Paqué und Michael Stage

FDP - future!

 
Pressecho „Rückwärtsgewandte und dumpfbackige Provinzler“ Drucken E-Mail
Montag, 17 März 2008
Zum Volksstimme-Artikel vom 15.03.2008 „Rückwärtsgewandte und dumpfbackige Provinzler“ meldet sich Michael Stage, Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion future! – die jugendpartei, zu Wort:

Tiefer Fall: Wellemeyers Aussagen sind an Kulturlosigkeit nicht mehr zu überbieten

Der Stadtrat hat sich mit seiner Ablehnung zum Antrag nicht gegen Cragg oder sein Kunstwerk ausgesprochen, sondern lediglich dem durch die Antragssteller sturen Festhalten am ursprünglichen Standort Uniplatz widersprochen.
Umso erschütterlicher ist für uns der tiefe Fall des Herrn Wellemeyers in Bezug auf Niveau und Ansehen seiner Person in unserer Stadt.
Denn nach dem veröffentlichten Artikel frage ich mich mittlerweile: Wer sorgt eigentlich dafür, dass Magdeburg negativ ins Bild der Öffentlichkeit rückt? Der Stadtrat, der sich mehrheitlich aber vor allem auch absehbar (!) gegen die Festlegung auf den Standort Uni-Platz positioniert hat oder die sogenannten „Cragg-Befürworter“, die es nicht schaffen, ihre Emotionen in den Griff zu bekommen und stur am Standort Uniplatz festhalten, um anschließend ihren Frust mit kulturlosen Beschimpfungen in die Öffentlichkeit hinaustragen? Die Mehrheit des Stadtrates pauschal als Rückwärtsgewandte und dumpfbackige Provinzler zu bezeichnen zeugt zumindest von keiner besonders hohen Diskussionskultur.

Das private Engagement von Herrn Westphal ist ausdrücklich zu loben. Denn mit seiner Aufstellung der Transparente hat er den Magdeburgern verdeutlicht, dass der derzeitig als Standort für die Cragg-Säulen geplante Bereich des Universitätsplatzes für ein solches Kunstwerk absolut nicht geeignet ist. Viele Magdeburger und auch die überwiegende Mehrheit der Stadtratsfraktionen haben erkannt und öffentlich angemahnt, dass sich selbst so ein großes Kunstwerk auf dem Uniplatz vollständig verliert. Die vielen Masten, die Leitungen, die weite Entfernung der möglichen Betrachtungspunkte ließen den 12 Meter hohen Turm mit den Transparenten einfach in der Alltäglichkeit verschwinden.
 
Und sogar Alfred Westphal als Initiator der Transparente-Aktion musste damals eingestehen, dass die Points of View wohl doch „besser auf einen anderen Platz“ stehen sollten. Denn in der Volksstimme vom 21.08.2007 heißt es weiter, dass Westphal sich „Gedanken macht, ob die Stelle auf dem Uni-Platz wirklich der richtige Ort ist. Denn hier sieht man die Plastik sehr spät oder gar nicht richtig“. Auch die Alternative, als neuen Standort den Theatervorplatz zu wählen, ist ebenso unsicher, da hier laut Westphal „erst die Aufwendungen im Erdreich geprüft werden müssen“.

Trotzdem wurde nun ein Antrag zur Abstimmung vorgelegt, der ausdrücklich am Standort Uniplatz festhält, obwohl seit Monaten die Mehrheit der Stadtratsfraktionen Standort-Alternativen (auch innerhalb des Uniplatzes) für Cragg und neue Ideen für die Uniplatzgestaltung fordert. Vor weniger als einen Monat wurden dem Stadtrat acht neue Gestaltungsmöglichkeiten regionaler Künstler präsentiert, die sicherlich unterschiedlich geeignet sind, aber ein spannender Startschuss für eine konstruktive Diskussion sein können. Jetzt mit dem vorgelegten Antrag vollendete Tatsachen auf dem Uniplatz schaffen zu wollen, ist mehr als unfair dem Engagement dieser Künstler gegenüber, vorausgesetzt, dass dieser Aufruf ernst gemeint war und nicht nur eine Alibiveranstaltung gewesen sein sollte.

Unserer Meinung nach darf ein solches, mit einer Investition von fast einer Million Euro verbundenes Kunstwerk, kein Schnellschuss sein. Die neuen Erkenntnisse um die schlechte Eignung des angedachten Standortes lassen es nicht zu, jetzt ein Festhalten bis 2010 zu unterstützen. Was wir jetzt brauchen sind neue Gestaltungsideen und Vorschläge, die ein derartiges Kunstwerk besser repräsentieren lassen um so auch tatsächlich als Kunst im öffentlichen Raum wahrgenommen zu werden. Nur so kann man dem hohen Ansehen des Künstlers gerecht werden!


Michael Stage
Fraktionsvorsitzender „future! – die jugendpartei“

 
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