
Lange wurde spekuliert, am gestrigen Abend fiel dann die Entscheidung, an die in den letzten zwei Wochen im Hintergrund gearbeitet wurde: future!, trotz Stimmengewinne und zwei Mandate nicht mehr als eigenständige Fraktion im Rathaus vertreten (Landesgesetz wurde geändert), die Tierschutzpartei, mit einem Rat, und die SPD schließen sich zu einer gemeinsamen Stadtratsfraktion zusammen und stellen mit 17 Stadträten auch die stärkste Kraft im Rat.

Bereits in der ersten Legislatur von 1999-2004 hat sich future!-Stadtrat Michael Stage mit den Grünen zu einer gemeinsamen Fraktion zusammengeschlossen, um in den Ausschüssen vertreten zu sein, eine Geschäftsstelle für die Organisation und Koordinierung als Verstärkung im Rücken zu haben und um letztlich auch die Ideen, die man erarbeitet, chancenreich in den Rat einzubringen. Als fraktionslose Stadträte wäre eine zukünftige Arbeit ohne Fraktionsstatus daher sehr schwer gefallen.
Mit der Stimmen- und Räteverdopplung bei der Wahl 2004 konnten wir erstmal eine eigene Fraktion bilden und saßen seitdem auch mit Geschäftsstelle im Rathaus.

Die Entscheidung zu Gunsten der SPD wurde aus einer Vielzahl von Gründen getroffen. Nicht nur, dass die future!-Räte bestimmte Ausschüsse besetzen werden, deren Unabhängigkeit und freie Meinung bewahrt bleibt oder das zusätzliche future!-Mitstreiter Posten als sachkundige Einwohner oder beratene Ausschussmitglieder besetzen dürfen, so wurde die Entscheidung auch hinsichtlich einer Vielzahl von gleichen bzw. ähnlichen inhaltlichen Standpunkten getroffen.
So wurde auch die Aufnahme in die Fraktion von den SPD-Stadträten nahezu einstimmig beschlossen. Alle beteiligten Partner erwarten eine Bündelung der vorhandenen Kräfte und damit Vorteile für jeden einzelnen und vor allem für die gemeinsame Fraktion, selbst wenn es ab und zu vorkommen wird, und dieses war Voraussetzung für eine Kooperation, dass man unterschiedlicher Meinung ist und danach auch abstimmt. Der Verzicht auf einen Fraktionszwang wurde problemlos schriftlich vereinbart.