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Ein Schritt, um die Entwicklung von guten Schulkonzepten voranzutreiben!
Mittwoch, 20 Juli 2011
Michael Stage, bildungspolitischer Sprecher von future! - Die junge Alternative und sachkundiger Einwohner im Bildungsausschuss der Stadt Magdeburg zur aktuellen Diskussion über die Öffnung der Schuleinzugsbereiche für Grund- und Sekundarschulen in der Stadt Magdeburg.

Ein Wegfall der Schuleinzugsbereiche führt zum Verlust der Planungssicherheit der Verwaltung. Dieses sollte meiner Meinung nach zu Gunsten der pädagogischen Schulentwicklung in unserer Stadt zu verschmerzen sein. Denn Schuleinzugsbereiche sind dann gut und richtig, wenn Schule in einem Standardsystem funktionieren soll, in der die reine
Wissensvermittlung an oberste Stelle steht. Glücklicherweise verankert sich in unserer Gesellschaft immer mehr die Erkenntnis, dass Schule, gleich welche Schulform, nicht mehr vorrangig Wissen, sondern Kompetenzen vermitteln soll. Dafür braucht es mehr Freiräume für individuelle Förderung und neue Methoden, als für die reine Wissensvermittlung notwendig waren.

Schule hat angefangen, vielfältig zu werden. Ein Veränderungsprozess, der bereits für einen Wettbewerb unter Schulen führt und der immer mehr Schulen in freier Trägerschaft hervorbringt. Wenn öffentliche Schulen sich nicht von dieser wachsenden Zahl verdrängen lassen wollen, wird es notwendig werden, dass auch sie ein individuelles Profil entwickeln und leben, um nicht Gefahr zu laufen, als Schulen zweiter Klasse abgestempelt zu werden. Gerade für die Sekundarschule ist dieses eine Chance, die Attraktivität dieser Schulform in unserem gegliederten Schulsystem zu steigern.

Das aktuelle Engagement der Oskar-Linke-Sekundarschule zeigt, wie solch eine Profilbildung entstehen kann. Auch die Wolmirstedter Gutenberg-Sekundarschule beweist eindrucksvoll, dass staatliche Schulen sich trotz vorgegebener Strukturen genügend Freiräume verschaffen können, um sich eigenständig und so erfolgreich ein unverkennbares Profil zu entwickeln.

Um solch eine Entwicklung auch in Magdeburg voranzutreiben, darf sich die Stadt nicht mehr nur mit ihrer Verantwortung für die Gebäudeverwaltung zufrieden geben. Denn Bildung ist mittlerweile zum bedeutenden Standortfaktor geworden, der das Interesse der Stadt für mehr Bildungsverantwortung wecken muss.

Natürlich wird die Öffnung der Schuleinzugsbereiche dieses allein nicht leisten können. Doch ist dieser Schritt ein wichtiges Signal. Die Schulen erhalten dadurch mehr Einfluss auf die Sicherung ihres Standortes. Nicht wie bisher stellen dann vor allem Qualität und Vielfalt der pädagogischen Arbeit und die ständige Weiterentwicklung der Schulkonzepte wichtige Faktoren für den Erhalt der Schule dar. Hierbei spielt auch die Öffnung der Schulen für den sie umgebenden Sozialraum und den daraus entstehenden Kooperationsmöglichkeiten, die Entstehung lokaler Bildungslandschaften, eine wichtige Rolle.
Schulpartner, Ganztagsangebote, die Einbindung der Eltern, die Anwendung von Instrumenten zur individuellen Förderung und alternative Unterrichtsmethoden bieten den Schulen vielfältige Möglichkeiten, sich zu entfalten.

Dass ein Wettbewerb unter Schulen erfolgversprechend sein kann, zeigt die jährliche Verleihung des Deutschen Schulpreises. Nicht nur ein gutes und erfolgreiches Lehr- und Lernklima, sondern auch die öffentliche Auszeichnung und damit die Anerkennung der Bemühungen sind Motivation der Schulakteure, Schulkonzepte ständig weiterzuentwickeln und Neues auszuprobieren.

Mit der Öffnung der Schuleinzugsbereiche als Signal für solch eine Qualitätsentwicklung schlägt "future! - Die junge Alternative" die jährliche Verleihung eines Magdeburger Schulpreises für Schulen der Stadt vor. Dieser Schulpreis sollte durch Stadtverwaltung und Wirtschaft vergeben werden und den Schulen die Anerkennung, die sie verdient haben, sowie die Motivation, sich ständig weiter zu verbessern, geben.
 
Flagge hissen für Toleranz und Respekt!
Donnerstag, 16 Juni 2011

Seit 10 Jahren ist auch in Magdeburg der Christopher Street Day ein wichtiger und immer etablierterer Anlass, die Gleichberechtigung  und Gleichstellung von Schwulen & Lesben in der Gesellschaft zu fordern und zu feiern. In unzähligen deutschen Kommunen ist eine offizielle, zumindest ideelle Unterstützung durch die Städte und Gemeinden nicht nur selbstverständlich, sondern auch eine Herzenssache. In Magdeburg scheiterten in der Vergangenheit Anträge zur Beflaggung des Rathauses genauso wie alle Versuche, den OB als Schirmherren (wie z.B. in Leipzig oder Hamburg) zu gewinnen.

Mirko Stage, Stadtrat für future! in der Fraktion SPD-Tierschutzpartei-future! erklärt dazu: „Durch die Berichterstattung in der Magdeburger Volksstimme in den vergangenen Tagen konnte man den Eindruck gewinnen, dass nicht nur SPD-Oberbürgermeister Lutz Trümper, sondern auch seine Fraktion SPD-Tierschutzpartei-future! geschlossen ein offizielles Bekenntnis der Stadt zum CSD ablehnen. Das ist nicht korrekt. Wir respektieren selbstverständlich die Ablehnung der Schirmherrschaft durch Lutz Trümper. Es wäre auch unglaubwürdig und dem Anliegen nicht angemessen, ihn per Beschluss zu einer Schirmherrschaft zu drängen. Die offizielle Unterstützung durch die Stadt und die Beflaggung des Rathauses sind jedoch Forderungen, die zumindest die Stadträte von „future!“ ungeachtet der Vorbehalte des OB voll und ganz unterstützen werden - auch bei möglichen Beschlüssen im Stadtrat.
Trotzdem würden wir uns freuen, wenn Lutz Trümper die Möglichkeit nutzt, die Parade und das Straßenfest am 20. August zu besuchen - um sich von der Idee hinter dem Christopher Street Day anstecken zu lassen und 2012 von sich aus die Übernahme der Schirmherrschaft anzubieten.“

future! wünscht den Organisatoren des Magdeburger CSDs viel Kraft und Erfolg, um ihr außerordentlich unterstützenswertes Engagement und ihre erfolgreiche Arbeit weiterzuführen. „Es gibt unzählige Magdeburger, die sehr gerne und aus tiefster Überzeugung die Schirmherrschaft des CSD übernehmen würden. Vielleicht wäre genau das eine Chance für den CSD in Magdeburg. Statt eines prominenten Schirmherren könnten z.B. 1000 „normale“ Bürger als Schirmherren viel deutlicher symbolisieren, dass Anliegen und Durchführung des CSD in Magdeburg von einer breiten gesellschaftlichen Basis getragen werden.“
 
Koalitionspläne von CDU und SPD: Geplante Eingriffe gefährden Bildungslandschaft
Donnerstag, 07 April 2011
Stellungnahme der Stadträte und Vorstandsmitglieder von „future! - Die junge Alternative“ zu den Koalitionsplänen von CDU und SPD im Land Sachsen-Anhalt, die Hochschulen dem Wirtschaftsministerium zu unterstellen.

„future! - Die junge Alternative“, Fraktionspartner der SPD im Stadtrat von Magdeburg, ist erschrocken darüber, dass die Koalitionsparteien im Landtag die Freiheit von Forschung und Lehre der Gefahr aussetzen wollen, dass wirtschaftlichen Interessen der Zugang zur Hochschulpolitik endgültig frei gemacht werden soll.
 
„Bis heute sind future! weder Probleme oder Fälle in der Kommunikation zwischen Unternehmen, Hochschulen und dem Kultusministerium bekannt geworden, die vom Wirtschaftsministerium hätten einfacher, schneller oder besser gelöst werden können.“ sagt Oliver Schilling, Vorsitzender von future! am Donnerstag in Magdeburg. Die Zuordnung der Zuständigkeit weg vom Kultus- hin zum Wirtschaftsministerium birgt die große Gefahr, das wertvolle Gut von akademischer Arbeit, Forschung und Lehre nur noch den Interessen des Marktes unterzuordnen.
 
Bereits heute werden Studiengänge kurzfristig erschaffen oder geschlossen und müssen Hochschulen in erheblichem Umfang Drittmittel einwerben, um sich zu finanzieren. Ein direkter Durchgriff auf die Forschung bedeutet weniger Grundlagenforschung und mehr produktorientierte Forschung, sowie Unternehmensspezifische Lehre. Dies würde den Vorsprung auch der Magdeburger Hochschulen weiter verringern, weil Grundlagenforschung über Jahre hinweg teuer ist,ohne unmittelbare Ziele zu verfolgen und deshalb gerne „weggespart wird“.
 
Wir sehen es bereits heute kritisch, dass Unternehmen Stellen in Hochschulen finanzieren dürfen. Mirko Stage, Mitglied des Stadtrates und dieser gemeinsamen Fraktion stellt klar: „Von einer derartigen landespolitischen Ausrichtung der SPD wollen und müssen wir uns in aller Deutlichkeit distanzieren. Falls es zu dieser Entscheidung kommt, befürchten wir auch für die zukünftige kommunale Zusammenarbeit zwischen SPD und future! eine große Belastung. Ein solcher Eingriff in die Bildungslandschaft ist mit den politischen Grundsätzen von future! absolut unvereinbar.“
 
Auch die geplante Neuzuordnung „großer, landeseigener Bauvorhaben“ weg vom Bauministerium, hin zum Finanzministerium betrachten wir mit großer Sorge.

Oliver Schilling (Vorsitzender „future! - Die junge Alternative“ Sachsen-Anhalt)
Stephan Bublitz (Vorstandsmitglied und Pressesprecher „future! - Die junge Alternative“)
Mirko Stage (Stadtrat der Fraktion SPD / Tierschutzpartei / future!)
Oliver Wendenkampf (Stadtrat der Fraktion SPD / Tierschutzpartei / future!)
 
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